Die Bauschäden durch Schimmelpilze nehmen in jüngerer Vergangenheit stetig zu. Es sind Art und Ausmaß sowie die Ursachen zu ermitteln und durch entsprechende bauliche Maßnahmen abzustellen. Zu den Hauptschadensursachen zählen neben Wasserschäden Wärmebrücken, Kondensation infolge ungünstiger raumklimatischer Bedingungen oder zu geringer Raum-bzw. Oberflächentemperatur, auch aufsteigende Feuchte, eindringende Feuchte und ungünstige Oberflächenbeschaffenheit. Ein Zusammenhang von stetig steigenden Heizenergiekosten und Schimmelpilzbildung ist unbestritten.
Die durchzuführenden Maßnahmen unter Beachtung der notwendigen arbeitsschutztechnischen Maßnahmen sowie Reinigung und Desinfektion sind stets gemäß dem Einzelfall zu planen und durch Fachbetriebe auszuführen. Das Herstellen dauerhaft alkalischer Wandoberflächen nach dem fachgerechten Entfernen der betroffenen Bereiche erfolgt z.B. durch den Einsatz von Kalziumsilikatplatten als Innendämmung und Oberflächenbeschichtung mit Nanosilberfarben oder Mikroporenfarben. Schimmelpilze wachsen oft in verdeckten Bereichen und stellen ein hohes gesundheitliches Gefährdungspotenzial dar.