Mauerwerksentsalzung und Sanierputz

Ein großes Problem bei Gebäuden älterer Bauart stellt die Belastung mit leicht löslichen bauschädlichen Salzen dar. Es handelt sich dabei im wesentlichem um Verbindungen von Sulfaten, Chloriden sowie Nitraten.

Ein salzbelasteter Baustoff verfügt über eine erhöhte Grundfeuchte (hygroskopische Ausgleichsfeuchte). Während sich Sulfat-und Chloridverbindungen zumindest im oberflächennahen Bereich chemisch in schwer lösliche Verbindungen umwandeln lassen (Salzumwandlung), stellen Nitrate ein größeres Problem dar. Eine Mauerwerksentsalzung kann mit Kompressen (Zellulosekompressen) oder Opferputzen erfolgen. Eine weitere bzw. zusätzliche Maßnahme bildet der Sanierputz gem. WTA-Merkblatt 2-2-91. Die auskristallisierenden Salze werden dabei in den Luftporen des mind. 20 mm dicken Putzes eingelagert und gelangen bis zur Sättigung des Putzes nicht mehr an die Wandoberfläche. 


Durch bauschädliche Salze geschädigtes Mauerwerk und durchfeuchteter Sockel
Durch bauschädliche Salze geschädigtes Mauerwerk (links) und durchfeuchteter Sockel (rechts)


Referenzen

 

 

  • Stadtbibliothek Erfurt
  • ZEV Bahnhofstraße 4/ Stiftstraße
  • Schule Montabaur
  • Kindertagesstätte Pöhlau
  • Preußisches Viertel Dresden
  • Bergakademie Freiberg, Ledebur Bau
  • MFH Walter-Rathenau-Straße 40a, Zwickau
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