Man unterscheidet in Niederdruck-und Hochdruckinjektionen. Zu den Injektionsstoffen gehören Mineral-Injektionsleime (Zementleim), Polyurethanharze, Epoxidharze, Polyurethangele, Polyacrylatgele und wässrige Lösungen. Beim Einbau von Horizontalsperren durch Niederdruckinjektion unterscheidet man zwischen porenverstopfenden, porenverengenden und hydrophobierenden Stoffen. Zu den wohl bekanntesten zählen die Siliconmikroemulsionen. Sie werden über Injektionspacker (siehe WTA-Merkblatt 4-4-04) im Niederdruckverfahren in das durchfeuchtete Mauerwerk eingebracht, gegebenenfalls ist vorher ein Hohlraumverschluss mit einer systemzugehörigen Bohrlochsuspension oder Zementsuspension erforderlich.
Notwendig ist ferner die Kenntnis solcher Parameter wie Feuchtegehalt, Durchfeuchtungsgradgrad und unter Umständen Salzgehalt. Polyuretanharze werden neben Horizontalsperre zur abdichtenden Rissinjektion verwendet. Man unterscheidet hier zwischen sognannten Schaumharzen und Füllharzen (siehe SIVV-Richtlinie bzw. DAfStb-Richtlinie). Epoxidharze können ebenfalls abdichtend, in der Regel jedoch Kraftschlüssig, insbesondere bei Rissen in Stahlbeton wirken (Hochdruckinjektion). Zur Risssanierung an Bauwerken (Gebäuden) aus statischer Sicht (Rissverpressung) werden kraftschlüssig wirkende Epoxidharze sowie Zementsuspensionen (Zementleim) verwendet. Parallel erfolgt oftmals eine Klammerung bzw. Vernadelung der durch einen Riss getrennten Bauteile.
